Lebens- und Glaubenserziehung sind nicht zu trennen
Erstmals in einer der sieben Regionen der Steiermark, nämlich in der Pfarre Weizberg, fand am 9. April der EKI-Studientag 2011 statt. 45 Leiterinnen von Eltern-Kind-Gruppen erlebten einen informativen, praxisorientierten und fröhlichen Tag und nahmen aus dem Vortrag zum Thema „Auf Christus schauen – mit Kindern leben und glauben“ und aus den Workshops viele praktische Anregungen für die Umsetzung in der Gruppe oder in der Familie mit nach Hause.
Das Katholische Bildungswerk hatten zu diesem Fortbildungstag eingeladen. Ulrike Brantner und Martina Platter als Hauptverantwortliche wurden bei Organisation und Durchführung tatkräftig von den Regionalbetreuerinnen unterstützt und konnten sich über zahlreiche positive Rückmeldungen freuen.
Theresia Schwab zeigte in ihrem Impulsvortrag auf, dass Lebens- und Glaubenserziehung nicht zu trennen sind. Spirituelle Erziehung beginne mit Achtsamkeit für das Kind, wenn Eltern dem Kind vermitteln: „Du bist wertvoll und einzigartig, du bist gewollt, du wirst von uns angenommen und wir sorgen für dich.“
Religiosität sei kein zusätzliches Element und keine äußere Zutat im Leben der Familie. Sie habe mit dem Familienklima zu tun, mit dem Erleben von Vertrauen und Geborgenheit, von Respekt und Toleranz - innerhalb der Familie, aber auch den Mitmenschen gegenüber. „Geglückte religiöse Erziehung sollte uns vor allem ein Stück menschlicher machen“, betonte die Referentin und wies vor allem auf die Vorbildwirkung der Eltern hin: „Eltern können Glauben nicht erzeugen, sondern bezeugen.“ Miteinander beten, bitten und danken gehöre ebenso dazu wie das gemeinsame Staunen über die Natur, die Dankbarkeit für die Schöpfung, das gemeinsame Feiern der Feste im Jahreskreis, die uns mit den zentralen Inhalten des Glaubens konfrontieren. In Workshops zu speziellen Themen konnten die Teilnehmerinnen vielerlei Anregungen und neue Erkenntnisse sammeln oder ihre Erfahrungen und ihr Wissen erweitern. Ob es um die Stärkung der emotionalen Intelligenz des Kindes (Leitung: Theresia Schwab) ging, um die Feier der Osterzeit (Leitung: Karin Potzinger) oder um das Erlernen neuer Sang- und Klanggeschichten, Fingerspiele usw. (Leitung: Katarina Pachatz) – alle waren mit Begeisterung bei der Sache. Für den nächsten Studientag wurden bereits etliche Themenvorschläge und Wünsche eingebracht – der nächste Studientag kommt bestimmt!!!

