Studientag 2009 des Katholischen Bildungswerkes
natürlich im neuen AUGUSTINUM in Graz, am 7. November von 9.00 – 17.00 Uhr: „Modernes Leben und christliche Werte“, auch als inhaltliche Vorbereitung auf die KBW-Schwerpunktreihe 09.
KBW-Geschäftsführerin Ute Paulweber konnte unter den Teilnehmenden begrüßen:
Dr. Heinz Klingenberg (Kulturabteilung des Landes Stmk.), KA-Präsident Mag. Hans Putzer, KBW-Vorstandsvorsitzenden Dr. Ernst Lasnik und seinen Stellvertreter DI Franz Riebenbauer, den Generalsekrätär der Katholischen Aktion Mag. Rolf Spiegel, sowie Mag.a Maria Irnberger, Diözesansekretärin der kfb, Leiterin der KA-Bewegungen, und Gerhard Hofbauer, Leiter des Familienreferates der Diözese.
In der Grußadresse für das KA-Präsidium zitierte Mag. Hans Putzer aus den Zürauer Aphorismen von F. Kafka: Das Wort „sein“ bedeute im Deutschen beides: DA-sein und IHM-Gehören. In diesem Rahmen und mit dieser Zielrichtung wünschte der KA-Präsident der Veranstaltung gutes Gelingen.
Studientag-Organisatorin Gaby Bäckenberger stellte die Theologin und Hauptreferentin Dr.in Veronika Prüller-Jagenteufel vor: Chefredakteurin der Zeitschrift Diakonia, freiberuflich in geistlicher Begleitung, Beratung und theologischer Erwachsenenbildung tätig, ehrenamtlich u.a. Geistliche Assistentin der kfb Wien.
Prüller-Jagenteufel leuchtete in ihrem Referat zu Verheißung und Auftrag christlichen Lebens - mit einem Blick auf Micha 6,1-8 - aus, was Dankbarkeit – Gehorsam - Vertrauen – Hingabe – Demut - Zeugenschaft im HIER und JETZT bedeuten, „in dieser Welt, die Gott liebt …“: Christinnen und Christen leben aus einem Geheimnis, das sie in sich aufgenommen haben. Darum können manche von ihnen geben, was sie gar nicht haben, und können sein, was sie noch gar nicht sind. (K. Hämmerle)
EIN APERITIF (lat. aperire=öffnen) hat in vielen Ländern eine wertvolle soziale Funktion: den Menschen die Wartezeit auf die Hauptmahlzeit zu verkürzen und natürlich auch den Appetit anzuregen: in diesem Sinne wollte Mag.a Ulrike Seifert als Projektverantwortliche die KBW-Schwerpunktreihe 09 schmackhaft machen, die auch in der thematischen Ausrichtung „spritzig wie ein Campari oder – tiefgründiger - wie ein steirischer Uhudler-Sekt“ sei: „Werte, SINN und Freude – LEBENSFRAGEN an Kirche und Politik.“
Zum Aperitif offiziell einen Toast sprechen, dazu sei er heute erstmals eingeladen, das stellte Ehrengast Landesrat a.D., Landtagsabgeordneter Univ. Prof. DDr. Gerald Schöpfer fest, der in Vertretung von LHStv. H. Schützenhöfer die KBW-Schwerpunktreihe 09 eröffnete und die Schleife löste, die die druckfrischen Broschüren mit dem gesamtsteirischen Programm zusammengehalten hatte. Das Land Steiermark/Ressort LHStv. Schützenhöfer hat die Schwerpunktreihe 09 dankenswerter Weise und erstmals großzügig subventioniert.
Die breite Themenpalette spiegelt diese Kooperationen wieder – nur gemeinsam ist so eine Angebotsvielfalt möglich. Von den insgesamt 65 Veranstaltungen seien hier nur wenige Beispiele angeführt: Podiumsdiskussionen in 5 steirischen Großgemeinden in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Bürgermeister und der Pfarre: Der Mensch im Umbruch der Arbeitsgesellschaft. Von der Notwendigkeit einer Neuen Weltfinanzordnung. Möglichkeiten und Grenzen der Wertevermittlung in der heutigen Gesellschaft. Engagement von Christen und Christinnen in Gesellschaft und Politik.
Personen des Öffentlichen Lebens werden auf den Podien zu diesen Themen nach Antworten suchen.
Im Rahmen der Schwerpunktreihe-Veranstaltungen macht beispielsweise die Concordia-Preisträgerin 09 Mary Kreutzer auf ein höchst brisantes Thema aufmerksam: Ware Frau – Menschenhandel von Afrika nach Europa (am 20.11. in Hitzendorf/Graz), eine Kooperation von KBW und Kath. Frauenbewegung.
„gehimmelt und geeerdet“, eine Lesung mit Musik, gibt das Leitmotiv mit poetischen Worten und Klängen am Saxofon und somit künstlerisch wieder (Beate Reiß und Norman Seifert am 12. 11. in Fehring).
Mittagessen und eine Führung durch das neue Augustinum gaben die Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch der Studientags-TeilnehmerInnen untereinander vor den drei Workshops am Nachmittag, deren Ausrichtung zur Vertiefung des Leitmotivs unter verschiedenen Gesichtspunkten beitragen sollte:
lud zu einem Argumentationstraining für die Vermittlung christlicher Werte in einem modernen „zeitgeistigen“ Umfeld;
nahm fundiert Stellung zu „Jugend von heute – Werte von gestern? – Hoffnung von morgen!“
schließlich sorgte für Freude am gemeinsamen Singen und vermittelte, dass Singen befreien kann. …
Ein gemeinsamer besinnlicher Abschluss entließ alle gestärkt auf ihren Platz „in diese Welt, die Gott liebt“.
U. Seifert, 9.11.09

